Montessori

Infoabend 2016

Der „Montessori-Zug der Bilharzschule“

Er ist einmalig in Sigmaringen und in der Region und geht nun bereits ins dritte Jahr, der Montessori-Zug, an Bilharzschule.

Für alle an dem Montessori-Konzept der Bilharz-Grundschule Interessierten laden wir deshalb am

3. Mai 2016 um 19:30 Uhr in der Schul-Aula zu einer Informationsveranstaltung der Arbeit mit der Montessori-Pädagogik ein.

Sigmaringen sz 29.4.2016
Alle an dem Montessori-Konzept der Bilharz-Grundschule Interessierten lädt die Schulleitung für den 3. Mai um 19.30 Uhr in die Schul-Aula zu einer Informationsveranstaltung über die Arbeit mit der Montessori-Pädagogik ein. Der „Montessori-Zug der Bilharzschule“ ist einmalig in Sigmaringen und in der Region und geht nun bereits ins dritte Jahr. Ganz im Sinne Maria Montessoris steht auch an der Bilharzschulle das Kind im Mittelpunkt. Darüber hinaus ist die Montessori-Pädagogik eine inklusive Pädagogik. „Montessori-Kinder“ erwerben nicht nur alle vom Bildungsplan geforderten Kompetenzen, sondern gewinnen auch viele zusätzliche Fähigkeiten und Fertigkeiten hinzu wie zum Beispiel
sich selbstständig und selbstbewusst entwickeln wollen
miteinander im Team arbeiten können und wollen
ohne Druck lernen wollen
den Aufbau von sozialer Kompetenz
schon frühzeitig für sich selbst und andere Verantwortung übernehmen können und wollen
Höchstleistungen entsprechend ihrer Begabung erbringen können
gleichzeitig echten Spaß am Lernen haben und sich auch in der Schule wohlfühlen.
Das Kernstück der Montessori-Pädagogik ist die Freiarbeit, die jeden Tag mindestens zwei Schulstunden umfasst. Diese wird von Lehrerinnen geleitet, die das „Nationale Montessori-Diplom“ besitzen. Die Arbeit auf den Fluren und den offenen Klassenzimmern ermöglicht einen regen Austausch zwischen den Klassen.
Neben den klassischen Montessori-Materialien stehen den Schülern viele Freiarbeits-Materialien zur Verfügung. Die Unterrichtsformen sind vielfältig: Den Kindern begegnet neben der Freiarbeit, auch Einzel- und Gruppenarbeit. Durch Tages- oder Wochenpläne sowie den fachgebundenen Klassenunterricht werden die Kinder bestens auf die weiterführenden Schulen vorbereitet.
Kurz: alle Schlüsselqualifikationen, die heute und in der Zukunft in Beruf und Gesellschaft gefordert sind, werden umfassend gefördert.

 

24 Schüler in der Montessoriklasse

Bild Ute Korn-Amann

Sigmaringen SZ Bericht 25.10.2014 : Ute Korn-Amann: Die Resonanz ist gut. Fast jeder zweite Erstklässler in der Bilharzschule geht in die neu eingerichtete Montessoriklasse. In dieser Klasse arbeiten 24 Schüler täglich zwei Stunden in Freiarbeit mit Montessorimaterial und gemäß der Montessoripädagogik.
Eine Montessoriklasse wird fest an der Grundschule der Bilharzschule eingerichtet, sodass die Eltern jedes Jahr die Möglichkeit haben, ihr Kind für die Montessoriklasse oder die Regelklasse anzumelden. „Unsere Lehrerin Grace Ciesla zum Beispiel hat das Montessori-Diplom und kann ihr Wissen an unserer Schule weitergeben. Vier weitere Lehrerinnen und ich werden an einem Montessori-Zertifikationskurs teilnehmen. Das Volkshochschulheim Inzigkofen bietet das an und das ist perfekt für uns“, sagt Schulleiterin Uta Doyscher-Lutz.
In Junganu fängt es am
Seit drei Jahren gibt es in Jungnau das Kinderhaus, das die Montessoripädagogik anbietet. Daraus reifte bei Schulleiterin Doyscher-Lutz die Überlegung, dies an der Grundschule fortzuführen. Von den schulpflichtigen Kindern des Kinderhauses sind alle in die Bilharzschule in die erste Klasse gewechselt.
Das Kernstück der Montessori-Pädagogik ist die Freiarbeit, die jeden Tag in der Montessoriklasse mindestens zwei Schulstunden umfasst. Die Arbeit auf den Fluren und die offenen Klassenzimmer ermöglichen zudem einen regen Austausch zwischen den Klassen.
„Die Rückmeldung von den Eltern zu unserem Angebot ist absolut da. Wir haben auch viele Kinder, die von auswärts kommen.“ Die Kinder können in den Freiarbeiten sich selbst aussuchen, was sie machen wollen. Sie dürfen sich kleine Teppiche nehmen und die Montessori-Materialien und weitere geeignete Materialien auf dem Klassenboden ausprobieren. Erfahren, spüren, lernen - ob alleine oder mit anderen Schülern, gemeinsam lässt sich so die Welt erkunden.
All dies bieten die verschiedenen Materialien, die in offenen Regalen und in Augenhöhe verstaut sind und nach dem Unterricht wieder weggeräumt werden. Lehrerin Grace Ciesla begleitet das Arbeiten der Kinder und hilft, wenn es Fragen gibt. Unaufgeregt und leise wird gearbeitet und falls es doch einmal etwas lauter werden sollte, klopft Lehrerin Ciesla sanft auf eine Klangschale. „Nach den zwei Stunden Freiarbeitsphase geht der gebundene Unterricht und Fachunterricht weiter“, sagt Doyscher-Lutz.
Die Schulleiterin freut sich, wenn die Montessoriklasse im Kleinen weiterwachsen könne.

Bildhinweis: Die Kinder der Montessoriklasse erkunden mit ihrer Lehrerin Grace Ciesla die vielfältigen Montessorimaterialien in den Freiarbeitsphasen

 

1.Montessori Klasse

Die Grundschule der Bilharzschule begrüßt 46 Schulanfänger mit einem fröhlichen Theaterstück - 1. Montessoriklasse startet mit 24 Schülern

Mit 46 Schulanfängern startet die Grundschule der Bilharzschule in das neue Schuljahr. Zunächst waren die Erstklässler zusammen mit ihren Eltern eingeladen, in der schönen historischen Josefskapelle einen kleinen Wortgottesdienst zu feiern. Unter dem Thema "Viel Glück und viel Segen auf all deinen Wegen" wurden die Kinder auf ihre bevorstehende Schulzeit vorbereitet. Anschließend ging die Schulgemeinde gemeinsam zur Bilharzschule und wurde in der Aula herzlich von den Zweitklässlern begrüßt. Die Schüler der 2. Klasse hatten das Theaterstück "Von dem Löwen, der nicht schreiben konnte" eingeübt. Witzige Texte, die mit bekannten Liedern untermalt wurden, sorgten für lachende Gesichter bei den Schulanfängern und einem tosenden Applaus zum Ende. Schulleiterin Uta Doyscher-Lutz begrüßte die Schulanfänger und wünschte den Kindern, dass es ihnen besser als dem Löwen gehen sollte und sie bald schreiben und lesen lernen. Im Anschluss daran wurden die Kinder entsprechend ihrer Klassenzuteilung aufgerufen. Erstmalig in diesem Schuljahr wird an der Bilharzschule eine Montessoriklasse eingerichtet. In dieser Klasse wird täglich zwei Stunden in Freiarbeit mit Montessorimaterial und gemäß der Montessoripädagogik gearbeitet. Eine Montessoriklasse wird fest an der Grundschule der Bilharzschule eingerichtet, sodass die Eltern jedes Jahr die Möglichkeit haben, ihr Kind für die Montessoriklasse oder die Regelklasse anzumelden.

 

Montessorikonzept

Montessoripädagogik an der Grundschule der Bilharzschule

Pädagogisches Konzept:

Montessorikonzept an der Grundschule der Bilharzschule
Die Montessori – Pädagogik wird an der Bilharzschule im Rahmen einer staatlichen Regelschule umgesetzt. Das bedeutet, dass der Grundschullehrplan für alle Klassen verbindlich ist und sowohl Notengebung als auch der Übergang auf die weiterführenden Schulen gemäß der Regelschule erfolgt. „Montessori-Kinder“ haben nicht nur die vom Lehrplan geforderten Kenntnisse erworben, sondern auch viele zusätzliche Fähigkeiten und Fertigkeiten gewonnen. Neben den Original Montessori-Materialien stehen den Schülern, wie den anderen Klassen auch, viele geeignete Freiarbeitsmaterialien zur Verfügung. Das Kernstück der Montessori-Pädagogik ist die Freiarbeit, die jeden Tag mindestens zwei Schulstunden umfasst. Diese wird von Lehrerinnen geleitet, die das Diplom besitzen. Die Arbeit auf den Fluren und die offenen Klassenzimmer ermöglichen einen regen Austausch zwischen den Klassen. Danach findet gebundener Unterricht und Fachunterricht statt.

Grundgedanken der Montessori-Pädagogik.
Jedes Kind in der Grundschule hat einen Anspruch darauf, individuell gefördert und gefordert zu werden. Die Grundschule bietet dafür Erfahrungs- und Lernmöglichkeiten, entwickelt Grundqualifikationen für das selbstständige Arbeiten, gleicht Defizite aus und unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei unterschiedlichen Lernschwierigkeiten.
Die Montessori-Pädagogik ist ein staatlich anerkanntes reformpädagogisches Bildungsangebot, das sich unmittelbar am Kind orientiert und konsequent die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt. Im Sinne Maria Montessoris steht das Kind im Mittelpunkt der Pädagogik.

Das Kind bei Maria Montessori

Entwicklungsphasen des Kindes – sog. „Sensible Phasen“
Das bedeutet, dass das Kind in bestimmten Zeitphasen besonders dazu bereit ist, spezielle Fähigkeiten (Sprache, Bewegung, Ordnung, soziale Interaktionen u.s.w.) optimal und leicht zu erlernen. Es kann sich mit intensiver Konzentration entsprechenden Bildungsanreizen zuwenden.

Selbsterziehung
„Hilf mir, es selbst zu tun.“
„Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich.“ (Konfutius)

Unterricht und Unterrichtsformen

Rhythmisierung des Schultages / Rituale
Die Unterrichtszeit in einer Montessori-Klasse ist geteilt in eine Zeit des selbstbestimmten Lernens, die sogenannte „Freie Arbeit“ und eine Zeit des Lernens in gebundenen Formen, genannt „Fachunterricht“ (Deutsch, Mathematik, MNK, Englisch, Sport, Religion).
Der Schultag ist vielseitig von Ritualen geprägt. Er gibt damit allen Beteiligten Struktur, Orientierung und Sicherheit. Darüber hinaus geben Rituale Raum für freudvolle Momente.

Vorbereitete Umgebung

Die Materialien werden in offenen Regalen angeboten, die nach schulischen Bereichen, auf die jeweilige Klassenstufe abgestimmt und geordnet sind.

„Äußere Ordnung führt zur inneren Ordnung“ (Maria Montessori)

Die Freie - Arbeit

Freiarbeit bedeutet materialgebundenes Lernen, wobei jedes Kind sein Material / seine Arbeit selbst auswählt und entscheidet, ob es alleine oder mit einem oder mehreren Partnern arbeiten möchte.

Das Montessori-Material

Das Arbeitsmaterial in der Pädagogik Maria Montessoris ist kein Anschauungsmaterial, sondern „Erfahrungsmaterial“ für die Hand des Kindes. Das Montessori-Material muss folgende Kriterien erfüllen:

-Es ist ästhetisch ansprechend gestaltet, nach Bereichen geordnet und vollständig.

-Es ist nur einmal oder in sehr begrenzter Anzahl in der Klasse vorhanden und liegt in offenen Regalen für die Kinder zugänglich.

-Es korrespondiert mit der jeweiligen kindlichen Entwicklungsstufe (Sensible Phase).

-Es erlaubt (nach einer Einführung) eigenaktives und eigenständiges Arbeiten.

-Es ist sachgerecht und klar strukturiert und enthält meist eine Selbstkontrolle.

-Es ermöglicht ein anschauliches Be-greifen abstrakter Sachverhalte.


„Die Aufgabe der Umgebung ist es nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.“ (Maria Montessori)